Kontaktlinsen

Kontaktlinse ist nicht gleich Kontaktlinse - deshalb sollten Sie die Entscheidung für Ihre ersten Linsen niemals ohne professionelle Hilfe treffen. Bebilderte Anleitungen wie sie z.B. im Internet zu finden sind, können eine Anpassung und Nachkontrolle beim Augenoptiker niemals ersetzen. Fehler können sich einschleichen und Ihre Augen gefährden. Ähnlich wie beim Kauf einer Brille werden wir mit Ihnen vor der Auswahl der richtigen Linsen ein Beratungsgespräch führen. Mit Hilfe moderner Messtechniken und einer genauen Refraktion können wir den optimalen Kontaktlinsen-Typ für Sie ermitteln. Nicht das Produkt ist entscheidend, sondern die Auswahl des richtigen Produktes für jeden einzelnen Träger durch den Anpasser.


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Unser Kontaktlinsensystem für Sie! Wir wählen nach einer gründlichen Untersuchung genau die richtigen Kontaktlinsen für Sie aus und stellen Ihnen Ihr simply!-Abo mit Kontaktlinsen und Pflegemitteln zusammen. Auch für Speziallinsen wie Gleitsicht-Kontaktlinsen oder Nachtlinsen gibt es das richtige simply!-Abo. Neugierig? dann finden Sie hier mehr.


Die Orthokeratologie

Die Orthokeratologie ist die gezielte Veränderung der Hornhautform durch speziell geformte formstabile Kontaktlinsen, um eine zeitlich eingeschränkte Korrektion von Fehlsichtigkeiten ohne Sehhilfe zu erreichen.

orthokeratologie

Die Nachtlinse ist eine Linse, die ausschließlich in der Nacht während des Schlafens getragen wird. Sie hat die Aufgabe die zu stark gewölbte Hornhaut eines kurzsichtigen Auges sanft in die alte Form zurück zu modellieren. Das Ziel ist es, während der Wachphase von morgens früh bis spät in die Nacht perfekt und ohne Einschränkung stabil sehen zu können.

Die Stabilität der Korrektur ist abhängig von der Dauer der Anwendung. Kurzsichtige, die gerade starten, werden in den ersten Tagen noch Schwankungen des Sehens empfinden. Danach wird das Sehen bis in die späte Nacht stabil. Menschen, die das Verfahren, auch Orthokeratologie genannt, schon länger anwenden, sind häufig in der Lage die Linse nur jede zweite oder sogar nur jede dritte Nacht zu tragen.

Prinzipiell alle Menschen, die eine Kurzsichtigkeit (Myopie) haben. Die Werte der Kurzsichtigkeit sollten nicht höher als sph -6,00 dpt sein, die Hornhautverkrümmung sollte einen Wert von ca. cyl -2,5 dpt nicht überschreiten. Generell sollte aber, um die Frage des Erfolgs des Systems abzuklären, eine Untersuchung durch den Spezialisten erfolgen.

Die Frage ist mit einem klaren „Nein“ zu beantworten. Das Verfahren ist derzeit das mit Abstand sicherste Verfahren zur Korrektur einer Kurzsichtigkeit. Das Risiko eine Infektion am Auge zu erlangen liegt deutlich unter dem von normalen Tages-Kontaktlinsen. Verschiedene nationale und internationale Studien belegen die Ungefährlichkeit des Systems.

Der Vorteil der Guten-Nacht-Kontaktlinse liegt nicht nur in der Freiheit, die der Träger über Tage hat, sondern auch in der Stabilisierung der Kurzsichtigkeit. Mit der Nachtlinse ist man in der Lage eine Weiterentwicklung der Kurzsichtigkeit zu stoppen oder zumindest deutlich zu verlangsamen. Neben verschiedenen Langzeitstudien belegen auch über 30 Jahre Erfahrung in den USA, Kanada und Australien diesen Effekt.

Das Prinzip der Umformung der Hornhaut ist kein Geheimnis, sondern einfache Physik. Die Nachtkontaktlinse ist eine formstabile Kontaktlinse, individuell für das entsprechende Auge gefertigt. Zwischen Kontaktlinse und Hornhaut befindet sich zu jedem Zeitpunkt der Umformung Tränenflüssigkeit. Die Nachtlinse liegt nie direkt auf dem Auge auf. Durch die Tränenflüssigkeit zwischen Linse und Auge entstehen Kappilarkräfte, die ausreichen um eine sanfte und gesunde Umformung der Hornhaut durchzuführen. Die Hornhaut behält diese Form eine ganze Zeit bei. Das Auge ist in dieser Zeit nicht mehr kurzsichtig.

Ich werde oft von meinen Kunden gefragt, warum das Verfahren so unbekannt in Deutschland ist. Die Frage ist nicht klar zu beantworten. Obwohl es vor über 30 Jahren in den USA entwickelt wurde, kennen es in Deutschland nur wenige. Das liegt zum Einen an den Augenoptikern und Augenärzten, die das Verfahren nicht anbieten (spezielle Voraussetzungen an technischem Equipment, Ausbildung und Qualifikation) oder aus Unwissenheit lieber davon abraten. Zum Anderen liegt es aber auch etwas an der Mentalität der Deutschen, neuen Entwicklungen und Methoden eher kritisch gegenüber zu stehen. Betrachtet man den Rest Europas, speziell die Niederlande, wo sich das Verfahren seit Jahren eine breite und treue Anhängerschaft gesichert hat.

Der große Vorteil gegeben über dem Lasern der Augen ist, dass das Verfahren zu 100% reversibel ist. Setzt man die Linsen wieder ab, gehen die Werte wieder auf den Wert zurück, mit dem man gestartet ist. Man geht mit der Korrektur einfach kein Risiko ein.

1. Beratungsgespräch und unverbindliche Untersuchung des Auges.
2. Nach ca.1 Woche Abgabe der Kontaktlinse und Training des Handlings.
3. Kontrolle nach der 1.Nacht. Die Kurzsichtigkeit ist jetzt ca. 2/3 korrigiert.
4. Kontrolle nach der 4.Nacht. Die Kursichtigkeit ist fast voll korrigiert.
5. Kontrolle nach 1 Woche. Das Sehen ist bis auf kleinere Schwankungen stabil.
6. Kontrolle nach 1 Monat. Das Sehen ist stabil.
7. Kontrolle nach 3 und 6 Monaten. Prüfen des Trage-Rythmus.
8. Regelmäßige Kontrollen im Zeitraum zwischen 6 und 12 Monaten.


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